Untersuchung zum Sucht- und Gefahrenpotential von Online-Rollenspielen wie Second Life

Herr Mey­er vom In­sti­tut für Ex­pe­ri­men­tel­le Psy­cho­lo­gie der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät in Düs­sel­dorf bat mich dar­um, auf ei­ne ak­tu­el­le Un­ter­su­chung zum Sucht- und Ge­fah­ren­po­ten­ti­al von On­line-Rol­len­spie­len wie Se­cond Li­fe auf­merk­sam zu ma­chen. Dem kom­me ich ger­ne nach, und möch­te an die­ser Stel­le sei­nen Auf­ruf ver­öf­fent­li­chen:

Lie­be On­line-Com­mu­ni­ty,

ich bin Mit­ar­bei­ter am In­sti­tut für Ex­pe­ri­men­tel­le Psy­cho­lo­gie der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät und möch­te Sie um Hil­fe bei der Kon­struk­ti­on ei­nes kli­ni­schen Fra­ge­bo­gens (http://www.uni-duesseldorf.de/media) bit­ten.

Wie Sie si­cher­lich al­le mit­be­kom­men ha­ben, wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr vor al­lem in den Me­di­en ver­mehrt über das Sucht- und Ge­fah­ren­po­ten­ti­al von On­line-Spie­len dis­ku­tiert. Zwei­fels­oh­ne wird Ih­nen da­bei auch nicht ent­gan­gen sein, dass sich die Be­richt­erstat­tung da­bei zu­meist in pla­ka­ti­ver Wei­se auf spek­ta­ku­lä­re Ein­zel­fäl­le be­zieht  was die in­halt­li­che Dis­kus­si­on kaum wei­ter­bringt. Haupt­pro­blem hier­bei ist, dass es bis­lang we­der fes­te dia­gnos­ti­sche Kri­tie­ri­en noch ein dia­gnos­ti­schen In­stru­ment zur Fest­stel­lung im kli­ni­schen Sin­ne auf­fäl­li­gen Spiel­ver­hal­tens gibt.

Um et­wai­ge Ri­si­ken rea­lis­tisch ein­schät­zen und Be­trof­fe­nen hel­fen zu kön­nen, sind wir der­zeit be­müht, ein sol­ches stan­dar­di­sier­tes dia­gnos­ti­sches In­stru­ment zur Ab­gren­zung der nor­ma­len Nut­zung von MMRPGs von tat­säch­lich kli­nisch re­le­van­tem Spiel­ver­hal­ten zu ent­wi­ckeln.

Hier­zu wur­de ei­ne Rei­he von Fra­gen zu­sam­men­ge­stellt, die sich mit der Nut­zung selbst, aber auch mit Ein­stel­lun­gen und Über­zeu­gun­gen ge­gen­über On­line-Spie­len be­schäf­ti­gen. Um die dia­gnos­ti­schen Ei­gen­schaf­ten die­ser Fra­gen prü­fen zu kön­nen, brau­chen wir die Hil­fe der On­line-Com­mu­ni­ty. So wä­ren bspw. Fra­gen, die von al­len Nut­zern gleich be­ant­wor­tet wer­den, für ei­nen kli­ni­schen Fra­ge­bo­gen nutz­los.

Ent­spre­chend soll in ei­nem ers­ten Schritt an ei­ner mög­lichst gro­ßen, re­prä­sen­ta­ti­ven Stich­pro­be die Ver­tei­lung der “nor­ma­len Nut­zung” er­ho­ben wer­den. Hier­bei geht es nicht dar­um, die Teil­neh­mer an­hand ih­rer An­ga­ben ein­stu­fen, son­dern die Qua­li­tät der Fra­gen fest­zu­stel­len.

Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn Sie uns hier­bei un­ter­stüt­zen und sich kurz die Zeit für den On­line-Fra­ge­bo­gen neh­men wür­den. Bit­te hel­fen Sie uns, die Dis­kus­si­on zum The­ma auf se­riö­se Fü­ße zu stel­len. Es ist die 15 Mi­nu­ten be­stimmt wert! Wir wür­den uns auch sehr freu­en, wenn Sie un­ser An­lie­gen an mög­lichst vie­le In­ter­es­sen­ten wei­ter­lei­ten.

Vie­len herz­li­chen Dank,
Frank Mey­er

Den Fra­ge­bo­gen und wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie un­ter:
http://www.uni-duesseldorf.de/media

Ich möch­te die­se Un­ter­su­chung ger­ne un­ter­stüt­zen, und hof­fe auf ei­ne re­ge Teil­nah­me.

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